Steuerbare Horizontalbohrtechnik

(HDD-Verfahren)

Die steuerbare Horizontalbohrtechnik, auch als HDD-Verfahren (Horizontal Directional Drilling) bekannt, ermöglicht eine grabenlose Verlegung von Rohrleitungen, ohne die Oberfläche zu beeinträchtigen. Dieses hochpräzise und minimalinvasive Verfahren wird eingesetzt, um Hindernisse wie Straßen, Wege, Flüsse, Eisenbahnlinien oder steile Hänge zu unterqueren, wo traditionelle Verfahren nicht oder nur sehr kostenintensiv und aufwendig angewendet werden können. Durch den Einsatz modernster Technik und präziser Steuerung entstehen keine Schäden. Dies macht das HDD-Verfahren besonders geeignet für empfindliche und schwer zugängliche Bereiche.

Unsere Expertise

CABELCO verfügt über eine HDD-Bohranlagen, die es uns ermöglichen, Bohrungen auch in Felsgestein durchzuführen. Wir bieten individuelle Lösungen für besondere Gegebenheiten und aufwändige Bohrungen. Von einer umfassenden Beratung und Planung bis hin zur Durchführung der Bohrungen.

Verfahren und Technik

  1  Beim gesteuerten Horizontalbohren (HDD) wird in einem ersten Schritt eine Pilotbohrung ausgeführt. Dabei wird der Bohrkopf unterirdisch entlang der vorher festgelegten Bohrtrasse präzise zu seinem Zielpunkt gesteuert. Während der Pilotbohrung werden kontinuierlich Daten zu Position und Tiefe des Bohrkopfes erfasst und protokolliert. Diese Daten gewährleisten eine präzise Steuerung des Bohrvorgangs und dienen zur Erstellung eines genauen Plans für die spätere Einmessung der neuen Rohrleitung.

HDD-Bohrkopf mit Sendergehäuse

  2  Nach Abschluss der Pilotbohrung wird der Bohrkanal schrittweise auf den gewünschten Durchmesser aufgeweitet. Hierbei kommen spezielle Aufweitwerkzeuge (Backreamer) zum Einsatz, die den Bohrkanal vergrößern, ohne die Stabilität des umgebenden Bodens zu beeinträchtigen.

Schließlich wird die Rohrleitung in den aufgeweiteten Bohrkanal eingezogen.

Beispiel eines Aufweitwerkzeuges

Dieses Verfahren ermöglicht es, Rohrleitungen sicher und effizient unter Hindernissen wie Straßen, Flüssen oder Eisenbahnlinien zu verlegen, ohne die Bodenbeschaffenheit zu beeinträchtigen. Die präzise Steuerung und kontinuierliche Überwachung des Bohrvorgangs sorgen dafür, dass die Bohrung exakt entlang der geplanten Trasse verläuft.

Technische Daten:

 

  • Rohrdurchmesser  bis 500 mm

  • Rohrbündel (z.B. 2 x 50 mm oder 7 x 125 mm)

  • Bohrdistanz bis zu 350 m je Bohrung

  • Minimaler Bohrradius 32m

  • Felsbohrungen

Vorteile:

  • Keine Oberflächen- und Wurzelschäden: Schonung der Bodenbeschaffenheit und Wurzeln, ideal für empfindliche Bereiche wie Naturschutzgebiete.

 

  • Einsatz in schwer zugänglichen Bereichen: Verlegung in dicht bewachsenen und steilen Hängen hinter Leitplanken und unter Entwässerungströgen.

 

  • Minimale Beeinträchtigung des Verkehrs: Keine offenen Gräben, wodurch der Verkehr kaum beeinträchtigt wird.

 

  • Umweltfreundlich: Reduzierung von Lärm und Vibrationen, Schonung der Landschaft.

 

  • Kosteneffizient: Einsparung von Kosten durch Vermeidung umfangreicher Erdarbeiten und Reduzierung der Bauzeit.

 

  • Hohe Präzision: Exakte Verlegung der Rohrleitungen entlang der geplanten Trasse durch präzise Steuerung und kontinuierliche Überwachung.

 

  • Flexibilität: Anpassungsfähig an unterschiedliche Bodenbeschaffenheiten und Projektanforderungen, geeignet für eine Vielzahl von Projekten